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Aussehen und Dicke von Zinküberzügen werden durch die chemische Zusammensetzung des Stahls mit beeinflußt. Graue Zinküberzüge können bei bestimmten Silicium- und Phosphorgehalten entstehen
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Unter bestimmten korrosiven Bedingungen können Zinküberzüge sich im Laufe der Jahre braun verfärben - doch keine Angst, es ist kein Rost
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Prüfung der Überzugsdicke an feuerverzinkten Stahlteilen, zerstörungsfrei im magnet-induktiven Verfahren
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Mindestschichtdicken in µm gemä ß DIN EN ISO 1461
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Ausbessern von Fehlstellen durch thermisches Spritzen
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(11)
Praxisübliche Schichtdicken von Zinküberzügen
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Arbeitsblätter Feuerverzinken
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3.2
DIN EN ISO 1461 - Durch Feuerverzinken auf Stahl aufgebrachte Zinküberzüge (Stückverzinken) -Teil 2
6. Anforderungen an den Überzug
Die Norm erläutert, daß es praxisübliche Unterschiede zwischen dem Erscheinungsbild verschiedener Verzinkungsverfahren gibt. Sie weist z.B. darauf hin, daß Aussehen und Rauheit von Oberflächen, die durch Stückverzinken hergestellt werden, sich deutlich von Zinküberzügen unterscheiden, die durch kontinuierliche Feuerverzinkungsverfahren erzeugt werden.
In diesem Abschnitt der Norm (und auch im Anhang C) wird darauf hingewiesen, daß ein unterschiedliches Aussehen der Verzinkung (dunkel- bzw. hellgraue Bereiche) sowie Weißrost (wenn die geforderte Mindestdicke des Zinküberzuges noch vorhanden ist) keinen Grund zu Beanstandung darstellen (Abb. 6, 7).
Prüfung und Schichtdicke
Bei Abnahmen sind visuelle Prüfungen an feuerverzinkten Teilen mit dem unbewaffneten Auge durchzuführen. Es wird darauf hingewiesen, daß Zinkspitzen (falls sie eineVerletzungsgefahr darstellen) ebenso wie unverzinkte Stellen im Zinküberzug unzulässig sind und ausgebessert werden müssen.
Darüber hinaus müssen Flußmittelrückstände und Zinkaschereste vor der Auslieferung des Materials gegebenenfalls entfernt werden.
Die Anforderung an die Mindestdicke des Zinküberzuges orientieren sich im Wesentlichen an den Schichtdicken, die bisher bereits gemäß DIN 50976 galten, in einigen Bereichen gibt es jedoch geringfügige Veränderungen, sowohl im Hinblick auf die Eingruppierung in Abhängigkeit von der Materialdicke der Werkstücke. als auch im Hinblick auf einzelne Schichtdickenwerte (Abb. 9).
Die Prüfung der Schichtdicke kann nach dem magnetinduktiven Verfahren (ISO 2178) erfolgen (Abb. 8). Bei Unstimmigkeiten (als Schiedsverfahren) ist das gravimetrische Verfahren entsprechend EN ISO 1460 anzuwenden.
Unberücksichtigt bleibt auch hier, daß die praxisübliche Schichtdicke von Zinküberzügen meistens deutlich über die chemische Zusammensetzung des zu verzinkenden Stahls ebenso eine Rolle spielt wie die Materialdicke (Masse) des Verzinkungsgutes (Abb. 11).
Detaillierter als bisher regelt die Euro-Norm Anzahl und Verteilung von Prüfungen an feuerverzinkten Oberflächen, sowie die Festlegung und Größe von Referenzflächen. Referenzflächen sollten mindestens 100 mm von den Bauteilenden entfernt sein und möglichst in der Bauteilmitte liegen.
Darüber hinaus weist die Norm darauf hin, daß bei der Ermittlung der Schichtdicke an einzelnen Stellen stets der Mittelwert aus 5 Einzelmessungen heranzuziehen ist. Damit will man Einzelmeßwerten mit einiger Ungenauigkeit, die bei den angewandten Meßverfahren stets möglich sind, entgegenwirken.
Diese Vorgehensweise ist jedoch nicht speziell für diese Norm festgelegt worden, sondern ist übliche normgemäße Praxis bei der zerstörungsfreien Messung von Beschichtungen und Überzügen.
Im Hinblick auf die eingesetzten zerstörungsfreien Meßverfahren wird darauf hingewiesen, daß Schichtdickenmessungen nicht im Bereich von Schnittkanten und ebenfalls nicht in einer Zone von <10 mm an Werkstückanten und Ecken durchgeführt werden dürfen. Die Norm trägt damit den aus der Schichtdicken-Meßtechnik bekannten Einflußfaktoren Rechnung, die zu einer Beeinflussung der Meßergebnisse führen können. Es wird damit deutlich unterstrichen, daß ein einzelner Zahlenwert im Rahmen einer Schichtdickenmessung keine hinreichende Aussagefähigkeit besitzt.
Waren bisher in der DIN 50976 die Schichtdicken bei Klein-/Schleuderteilen pauschal geregelt (örtliche Schichtdicke 55 µm), so regelt die neue Euro-Norm diesen Sachverhalt detaillierter. Darüber hinaus regelt die Norm auch die Schichtdicke von Gewindeteilen, allerdings liefert sie keine Hinweise über die Gewindeabmaße. Für das Feuerverzinken von Verbindungselementen wird zur Zeit eine eigenständige ISO-Norm erarbeitet, die später auch als europäische CEN-Norm eingesetzt werden soll.
Die Norm trifft bei Kleinteilen keine Festlegungen dazu, ob diese nach dem Feuerverzinken geschleudert werden sollen oder nicht. Bei einer Vielzahl kleiner Stahlteile ist es möglich, diese sowohl im normalen Verfahren der Stückverzinkung zu verzinken, als auch zusätzlich nach dem Verlassen der Zinkschmelze noch zu zentrifugieren. Bei einem kleine Stahlteil mit 3 mm Materialdicke würde dieses zum Beispiel bedeuten, daß ohne Zentrifugieren eine Mindestschichtdicke von 70 µm aufzubringen ist, bei einem Zentrifugieren des gleichen Teils sind es hingegen nur 55 µm (da ein Teil der Zinkschicht abgeschleudert wird). Werden hierzu keine Festlegungen getroffen, ist es der Feuerverzinkerei freigestellt, welche Verfahrensvariante sie auswählt.
Ausbesserung und Haftvermögen
Die Ausbesserung unverzinkter Stellen (Fehlstellen) ist grundsätzlich zulässig, falls die Fläche dieser Stellen 0,5% der Gesamtoberfläche des betreffenden Bauteils nicht überschreitet. Eine einzelne Fehlstelle darf in ihrer Größe 10 qcm nicht übersteigen. Für die Ausbesserung derartiger Stellen sind
- das Thermische Spritzen mit Zink (Abb. 10)
- dasAuftragen geeigneter Zinkstaubbeschichtungen und
- das Auftragen spezieller Lote auf Zinkbasis
grundsätzlich gleichberechtigt zugelassen. Unbefriedigend ist hierbei die Tatsache, daß die Schichtdicke der ausgebesserten Stellen mindestens 30 µm mehr betragen muß, als die geforderte, örtliche Dicke des Zinküberzuges an der entsprechenden Stelle. Dieses kann in ungünstigen Einzelfällen eine zwar normgerechte, aber korrosionstechnisch nicht optimal wirksame Ausbesserung zur Folge haben.
Ebenfalls wurde darauf verzichtet, bei der üblichen Ausbesserung von Fehlstellen mittels Zinkstaubbeschichtungsstoffen, besondere Systeme zu empfehlen, die nicht nur eine gute Schutzwirkung aufweisen, sondern darüber hinaus auch ohne Probleme mit anderen Beschichtungsstoffen überbeschichtet werden können.
Im Hinblick auf das Haftvermögen weist die Norm darauf hin, daß z. Zt. keine internationalen Normen zur Prüfung des Haftvermögens von Zinküberzügen vorhanden sind. Die in Deutschland geltende DIN 50978 zur Prüfung des Haftvermögens ist national weiterhin gültig. Es wird jedoch ebenfalls darauf hingewiesen, daß die Prüfung des Haftvermögens zwischen den Vertragspartnern vorher zu vereinbaren ist, ebenso die Rahmenbedingungen unter denen die Teile geprüft werden können und daß die Prüfung nur auf wesentlichen Flächen durchgeführt werden sollte.
Die neue Euro-Norm regelt darüber hinaus,welche Sachverhalte bei Abnahme-Prüfungen von Bedeutung sind. Die in dem zugehörigen Abschnitt 6.5 enthaltenen Hinweise sind zwar hilfreich, jedoch keinesfalls hinreichend für eine umfassende Abnahmeprüfung.
7. Werkbescheinigung
Auf Anforderung stellt die Feuerverzinkerei dem Auftraggeber eine Werksbescheinigung aus, aus welcher die Übereinstimmung mit der neuen Euro-Norm hervorgeht (Werksbescheinigung 2.1 gemäß DIN EN 10204 bzw. ISO 10474).
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