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(1) Durch Umwickeln mit Gewebeband können Gewindebolzen vor Zink geschützt werden
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(2) Die Rückstände des Gewebebandes werden mittels Drahtbürste entfernt
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(3) Hitzefeste Beschichtungen sorgen dafür, daß Flächen zinkfrei bleiben (z.B. für das Schweißen auf zinkfreiem Untergrund nach dem Feuerverzinken)
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(4) Durch Spezial-Knetmassen , die in Öffnungen eingedrückt werden (hier rot eingefärbt), können Innengewinde und Sacklöcher zinkfrei gehalten werden.
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Arbeitsblätter Feuerverzinken
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2.14 Örtliche Vermeidung der Zinkannahme
1. Allgemeines Beim Feuerverzinken ist es mitunter erforderlich, einzelne Bereiche einer größeren Konstruktion zinkfrei zu lassen. Dieses zu gewährleisten, ist verhältnismäßig aufwendig. Da es sich beim Feuerverzinken um ein Tauchverfahren handelt, werden alle Stahlteile, die in die Zinkschmelze getaucht werden, völlig vom Zink überzogen. Trotzdem muß die Forderung, einzelne Bereiche einer Stahlkonstruktion zinkfrei zu halten, erfüllt werden, wenn diese Bereiche eine besondere Funktion haben. Dieses können zum Beispiel sein:
- Gewindebolzen an einer Konstruktion
- Paßflächen mit engen Toleranzen
- Montagebohrungen, Sacklöcher
- zinkfreie Oberflächen, auf denen nach dem Feuerverzinken geschweißt werden soll
Je nach Anwendungszweck bieten sich verschiedene Verfahren an. In allen Fällen sollten die Maßnahmen zur Vermeidung der Zinkannahme möglichst bereits beim Auftraggeber durchgeführt werden. 2. Gewebebänder Um zylindrische Teile (z. B. Gewindebolzen, Zapfen usw.) vor der Zinkschmelze zu schützen, empfiehlt es sich, die betreffenden Bereiche mehrlagig mit enem handelsüblichen Gewebeband (Kunststoff-Isolierband is wenig geeignet) fest zu umwickeln (Abb. 1). Durch die Temperatureinwirkung beim Feuerverzinken verbrennt zwar das Gewebeband, die verbliebenen Rückstände sorgen jedoch dafür, daß der umwickelte Bereich zinkfrei bleibt. Nach dem Feuerverzinken müssen allerdings die Rückstände des Gewebebandes entfernt werden (zum Beispiel mittels Drahtbürste) (Abb. 2). Zum Schutz flächiger Bereiche ist das Abdecken mittels Gewebeband hingegen nicht geeignet, da es sich dort mitunter löst und eine flächige Abdeckung dann nicht mehr gewährleistet ist.
3. Beschichtungen Zum Schutz flächiger Bereiche vor dem Angriff der Zinkschmelze können diese mit speziellen Beschichtungsstoffen geschützt werden. Auch hier sorgt die aufgetragene Beschtung dafür, daß der so geschütze Bereich nicht gebeizt wird; auch das Flußmittel gelangt nicht an die abgedeckten Oberflächen, daher kann sich dort auch kein Zinküberzug ausbilden. Ähnlich wie bei den Gewebebändern werden durch die Hitzeeinwirkung der Zinkschmelze (ca. 450 °C) die aufgetragenen Beschichtungen zwar zerstört, die Rückstände verhindern jedoch auch hier die Ausbildung eines Zinküberzuges. Selbstverständlich ist es vor einer weiteren Verarbeitung erforderlich, die Rückstände abzubürsten. Für Gewindeteile sind derartige Beschichtungen weniger geeignet, da sie sich nicht gleichmäßig über alle Bereiche eines Gewindes verteilen und die Schutzwirkung daher auch unterschiedlich sein kann. Mittlerweile liefert der Fachhandel (z. B. der Kfz-Zubehör-Handel) auch hitzebeständige Farbbeschichtungen, die zum Beispiel zum Beschichten von Auspuffanlagen bestimmt sind. Auch derartige Stoffe können zum Abdecken von flächigen Bereichen zum Schutz vor der Zinkschmelze eingesetzt werden (Abb. 3). Derartige Spezial-Beschichtungsstoffe können als Spray, flüssige Beschichtung oder als Paste verarbeitet werden. Um eine vollständige Abdeckung zu erzielen, ist es erforderlich, die Beschichtungsstoffe in einer ausreichenden Dicke aufzutragen. In allen Fällen sind die Anweisungen des Herstellers zu beachten. 4. Knetmassen Knetmassen eignen sich in erster Linie zum Schutz von Sacklöchern oder Innengewinden. Der Kfz-Zubehör-Handel liefert geeignete Produkte, die zum Abdichten kleiner Löcher in Auspuff Anlagen angeboten werden. Mit einer geringen Menge Wasser befeuchtet, bildet sich eine plastisch formbare Masse, die in die betreffenden Öffnungen, möglichst ohne größere Lufteinschlüsse eingedrückt wird (Abb. 4). Dort härtet die Knetmasse aus und vermindert so zuverlässig das Eindringen von Zink. Auch hier ist es erforderlich, die Rückstände der Knetmasse nach dem Feuerverzinken wieder zu entfernen. 5. Sonstiges Innengewinde kann man durch das Eindrehen einer passenden Schraube, deren Gewinde man zuvor gefettet hat, schützen. Zwar muß man mitunter nach dem Feuerverzinken die Schraube mit einer weichen Flamme wieder lösen, da sie von dem außen anhaftenden Zink "festgelötet" wird, in Einzelfällen kann jedoch auch diese Möglichkeit helfen. Gewindebohrungen und Sacklöcher lassen sich auch durch das Eintreiben von Holzstopfen verschließen. Hier verkohlt das Holz im Kontakt mit der heißen Zinkschmelze, es verhindert jedoch das Benetzen der betreffenden Oberflächenbereiche mit Zink. Rußige Rückstände des verkohlten Holzes können aber den Zinküberzug im unmittelbaren Umfeld der geschützten Stelle verunreinigen. In allen Fällen verursacht das Abdecken von Oberflächenbereichen vor dem Feuerverzinken einen gewissen Mehraufwand. Die genannten Verfahren zum Abdecken von Oberflächenbereichen machen jedoch das nachträgliche lokale Abschleifen oder Abbrennen des Zinküberzuges unnötig. Bezugsquellen für einzelne Produkte liefert die nachstehend genannte Beratungsstelle oder ein Feuerverzinkungsbetrieb in der Nähe.
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