(1a)
FEUERVERZINKEN
Stückverzinken




(1b)
FEUERVERZINKEN
im Durchlaufverfahren



(2)
GALVANISCHES BZW. ELEKTROLYTISCHES VERZINKEN



(3)
THERMISCHES SPRITZEN MIT ZINK- BZW. SPRITZVERZINKEN




(4)
METALLISCHE ÜBERZÜGE MIT ZINKSTAUB




(5)
ZINKSTAUB-
BESCHICHTUNGEN




(6)
KATHODISCHER KORROSIONSSCHUTZ




 Arbeitsblätter Feuerverzinken


1.1  Korrosionsschutz mit Zink

Die verschiedenen Verfahren, Stahl durch Zink vor Korrosion zu schützen - dargestellt in Piktogrammen und Oberflächenansichten und in Tabellen.

1. FEUERVERZINKEN
a) Stückverzinken
Diskontinuierliches Schutzverfahren, bei welchem die zu verzinkenden Teile einzeln in schmelzflüssiges Zink getaucht werden (Stückverzinken nach DIN 50976, ab 1997: DIN ISO EN 1461/Rohrverzinken nach DIN 2444, ab 1997: DIN EN 10240).
b) im Durchlaufverfahren
Kontinuierliches Schutzverfahren für Stahlband (deshalb Bandverzinken nach DIN EN 10142 bzw. DIN EN 10147, Bandstahl oder -draht (nach DIN 1548), welche in automatisch betriebenen Anlagen einen Zinküberzug im Durchlaufverfahren durch schmelzflüssiges Zink erhalten.

2. GALVANISCHES BZW. ELEKTROLYTISCHES VERZINKEN
Schutzverfahren durch Aufbringen eines Zinküberzuges in wässerigen Elektrolyten mit Gleichstrom. Verwendet werden meist saure, aber auch alkalisch-cyanidfreie oder cyanidische Elektrolyte. Einzelbäder (DIN 50961) oder Durchlaufverfahren.

3. THERMISCHES SPRITZEN MIT ZINK- BZW. SPRITZVERZINKEN (nach DIN 8565)
Schutzverfahren, bei welchem mittels Flamme oder Lichtbogen aufgeschmolzenes Zink auf die Oberfläche des zu verzinkenden Teils aufgespritzt wird.

4. METALLISCHE ÜBERZÜGE MIT ZINKSTAUB
(Mechanisches Plattieren/Sherardisieren) Schutzverfahren unter Verwendung von Zinkstaub, mit denen mechanisch (Mechanical Plating/Mechanisches Plattieren) oder durch Diffusion (Sherardisieren) Zinküberzüge bzw. Fe+Zn-Legierungsschichten auf geeigneten Werkstücken erzielt werden.

5. ZINKSTAUBBESCHICHTUNGEN
Schutzverfahren, bei dem zinkstaubpigmentierte Beschichtungsstoffe als Schutzschichten auf Stahlteile appliziert werden.

6. KATHODISCHER KORROSIONSSCHUTZ
Schutzverfahren für Stahl durch Kontakt mit einer Anode aus Zink bei Gegenwart eines Elektrolyten. Dabei geht das unedlere Metall (=Opferanode aus Zink) in Lösung, während der Stahl (als Kathode) nicht angegriffen wird.
 
A. ÜBERZÜGE
Feuerverzinken diskontinuierlich
Stückverzinken
DIN EN ISO 1461
Rohrverzinken
DIN EN 10240
Übliche Dicke des Überzuges bzw.der Beschichtung [µm]
50-150
50-100
Legierung mit dem Untergrund
ja
Aufbau und Zusammensetzung des Überzuges bzw. der Beschichtung
Eisen-Zink-Legierungsschichten am Stahluntergrund, in der Regel mit einer darüberliegenden Zinkschicht
Verfahrenstechnik
Eintauchen in flüssiges Zink
Mögliche Nachbehandlung
Beschichten sowie in geringem Umfang auch Galvannealen*
Feuerverzinken kontinuierlich
Bandverz.
DIN EN 10240
Kont. Feuerverz. von Bandstahl
Drahtverz.
DIN 1548
Übliche Dicke des Überzuges bzw.der Beschichtung [µm]
15-25
20-40
5-30
Legierung mit dem Untergrund
ja
Aufbau und Zusammensetzung des Überzuges bzw. der Beschichtung
Eisen-Zink-Legierungsschichten am Stahluntergrund, in der Regel mit einer darüberliegenden Zinkschicht
Verfahrenstechnik
Durchlaufen durch flüssiges Zink
Übliche Nachbehandlung
Chromatieren
Mögliche Nachbehandlung
Beschichten sowie in geringem Umfang auch Galvannealen*
Thermisches Spritzen
Spritzverzinken DIN 8565
Übliche Dicke des Überzuges bzw.der Beschichtung [µm]
80-150
Legierung mit dem Untergrund
nein
Aufbau und Zusammensetzung des Überzuges bzw. der Beschichtung
Überzug aus Zinktropfen mit Oxidhaut
Verfahrenstechnik
Aufspritzen von geschmolzenem Zink
Übliche Nachbehandlung
Chromatieren
Mögliche Nachbehandlung
Beschichten
Galvanisches bzw. elektrolytisches Verzinken
Einzelbäder DIN 50961
Durchlaufverfahren
Übliche Dicke des Überzuges bzw.der Beschichtung [µm]
5-25
2,5-5
Legierung mit dem Untergrund
nein
Aufbau und Zusammensetzung des Überzuges bzw. der Beschichtung
lamellarer Zinküberzug
Verfahrenstechnik
Zinkabscheidung durch elektrischen Strom in wäßrigen Elektrolyten
Übliche Nachbehandlung
Chromatieren
Mögliche Nachbehandlung
Beschichten
Metallische Überzüge mit Zinkstaub
Sherardisieren
Mechanisches Plattieren
Übliche Dicke des Überzuges bzw.der Beschichtung [µm]
15-25
10-20
Legierung mit dem Untergrund
ja
nein
Aufbau und Zusammensetzung des Überzuges bzw. der Beschichtung
Eisen-Zink-
Legierungsschichten
homogener Zinküberzug, gegebenenfalls auf Kupferzwischen-
schichten
Verfahrenstechnik
Diffusion Stahl-Zink unterhalb Zn-Schmelztemperatur
Aufhämmern von Zinkpulver durch Glaskugeln
Übliche Nachbehandlung
zum Teil Chromatieren
Mögliche Nachbehandlung
Beschichten
B. BESCHICHTUNG
Zinkstaubbeschichtung
Übliche Dicke des Überzuges bzw. der Beschichtung [µm]
dünnsch.
10-20
normalsch.
40-80
dicksch.
60-120
Legierung mit dem Untergrund
nein
Aufbau und Zusammensetzung des Überzuges bzw. der Beschichtung
Zinkstaubpigment in Bindemittel
Verfahrenstechnik
Auftragen durch Streichen, Rollen, Spritzen, Tauchen
Übliche Nachbehandlung
Deckbeschichtung auf Grundbeschichtung abgestimmt
C. KATHODISCHER KORROSIONSSCHUTZ
Zink-Anoden hoher Reinheit (99,995 %) zur Verhinderung der Eigenpolarisierung sind selbstregulierend und optimal in wäßrigen Elektrolyten mittlerer und hoher Leitfähigkeit. Fremdstromanlagen erfordern begrenztes Schutzpotential und Sicherung gegen Übersteuerung. Die Stromkapazität je dm2 Zinkanode von etwa 5300 Axh ermöglicht kleine Anoden mit geringem Strömungswiderstand. Die erforderliche Schutzstromdichte ist vom Zustand und den äußeren (Bewegungs-) Bedingungen abhängig. Optimal ist der aktiv in den Korrosionsprozeß eingreifende kathodische Schutz in Verbindung mit einer Beschichtung.

*Umwandeln eines Zinküberzuges durch gezielte Wärmebehandlung, besonders beim Bandverzinken.





 

 

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